Vorbild Startup – Was jedes Unternehmen von einem IT-Startup lernen kann

Die Neulinge lernen von den Etablierten – das galt lange Zeit als ungeschriebenes Gesetz in der Unternehmenswelt. Vor allem durch die digitale Entwicklung trifft dieser Grundsatz aber vielfach nicht mehr zu. Besonders IT-Startups zeigen aufgrund ihres technischen Know-hows und ihrer Innovationsbereitschaft den „alten Hasen“, wo es langgeht. Doch was machen IT-Startups eigentlich anderes, dass ihnen eine Vorbildfunktion zukommt?

Welche Punkte der IT-Startup-Unternehmenskultur als Vorbild dienen

IT-Startups bewegen sich im wahrsten Sinne des Wortes am Puls der Zeit. Denn aufgrund ihrer Ausrichtung halten sie sich insbesondere über technische Neuerungen auf dem Laufenden und integrieren diese von vornherein in die Unternehmensabläufe. Es besteht daher grundsätzlich eine stärkere Bereitschaft zur Innovation und diese umzusetzen. Wo die durch die Digitalisierung auftauchenden Veränderungen vielen etablierten Unternehmen noch Kopfschmerzen bereiten, setzen IT-Startups sie sofort um. Das liegt auch daran, dass deren Mitarbeiter/innen bereits im Bezug auf Digitalisierungskonzepte ausgebildet sind. Das fachliche Know-how, was andere Unternehmen erst generieren müssen, ist demnach bereits vorhanden. Dadurch lassen sich Unternehmensprozesse besser an die Fortschrittsgeschwindigkeit anpassen.

Ein weiterer Unterschied zwischen IT-Startups und Unternehmen besteht im Bezug auf gepflegte Fehlerkultur. Startups geht es nicht darum, Fehler zu beschönigen oder zu glorifizieren. Vielmehr gelten sie in der Unternehmenskultur als Chance für Lern- und Optimierungspotenzial. Das kommt auch einem effizienten Krisenmanagement zugute. Getreu dem Motto: Nur wer mal hingefallen ist, kann lernen wieder aufzustehen und weiß, wie er Stürze künftig vermeidet. Dieses Risikomanagement fehlt meist in anderen Unternehmen.

Kundennähe und Online-Community Management bilden einen weiteren wichtigen Bereich, in dem IT-Startups vorbildlich agieren. Sie pflegen die Kundennähe, beispielsweise über verschiedene digitale Kanäle. Das bringt auf zweifache Weise Vorteile mit sich. Zum einen lassen sich Produkte und Dienstleistungen leichter und zeitnah auf die Zielgruppe abstimmen. Zudem unterstützt es ein Unternehmen bei Branding und Imagepflege. Wer bewusst und sichtbar auf die Bedürfnisse seiner Zielgruppe eingeht, stärkt deren Zuspruch und die eigene Vertrauenswürdigkeit.

Auf einen Blick: Diese Punkte zeichnen IT-Startups aus

  • Innovation
  • fachliches Know-how zu technischen Neuerungen und Digitalisierungsprozessen gelebte Fehlerkultur und Risikomanagement
  • Kundennähe und Online-Community Management: Dialogkultur ermöglicht Feinabstimmung des Angebots und dient der Imagepflege.

Wie die offenen Strukturen eines IT-Startups Unternehmenskultur positiv beeinflussen können

Die Bezeichnung „flache Hierarchien“ taucht in nahezu jeder Stellenausschreibung eines Startups auf. Sie trifft allerdings tatsächlich zu. Startups pflegen offene Strukturen und kurze Entscheidungswege. Gleichzeitig kommt diese Firmenpolitik der Unternehmenskommunikation zugute. Ganz klar: Wer sich nicht mit „Kompetenzgerangel“ aufhält, kann Aufgaben zügiger abarbeiten.

Startups pflegen von vornherein interdisziplinäres Arbeiten. Sie streben die Arbeit an gemeinsamen Zielen, unabhängig von Berufs- oder Abteilungsgrenzen, an. In vielen Unternehmen hingegen herrscht noch immer die unterschiedliche Dynamik einzelner Abteilungen vor. Eine einheitliche Richtlinie fehlt.

Gemeinsame Ziele, Austausch innerhalb eines Unternehmens und fließende Übergänge zwischen den einzelnen Bereichen geben hingegen eine klare Richtung vor. Ein einheitlicher Weg erlaubt eine effiziente Arbeitsweise, was wiederum motiviert und den Zusammenhalt stärkt. Zudem dient es der Außenwirkung eines Unternehmens. Es tritt authentisch auf und stärkt damit das ihm entgegengesetzte Vertrauen. Ein Unternehmen schlägt also zwei Fliegen mit einer Klappe, wenn es interdisziplinär an gemeinschaftlichen Zielen arbeitet. Es optimiert seine Arbeitsabläufe und stärkt die eigene Marke.

Auf einen Blick: Womit IT-Startups eine Vorreiterrolle einnehmen

IT-Startups sind nicht nur echte Profis im Bezug auf Digitalisierung und die damit einhergehenden Herausforderungen für die Unternehmenskultur. Sie schaffen durch kurze Entscheidungswege, Teamgeist, Risikobereitschaft und Fehlerkultur alle Voraussetzungen, um effizient voranzukommen. Zudem bauen IT-Startups besonders durch ihre Kundennähe von Anfang an eine starke Marke auf. Die Frage, was andere Unternehmen von IT-Startups lernen können und sollten, stellt sich daher gar nicht mehr. Vielmehr wird es künftig darum gehen, wie sie diese Ansätze für sich selbst nutzen.

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Bildquelle: bialasiewicz / 123RF Standard-Bild

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