Personal Recruiting für die Generation Y

Sie liken, scrollen, verlinken – die Generation Y ist die erste Generation, die mit digitalen Medien und dem Internet aufgewachsen ist. Ein Leben ohne Smartphone – undenkbar. Heutige Hochschulabsolventen gelten als technikaffiner, ideenreicher Nachwuchs. Für Unternehmen ist es an der Zeit umzudenken, um im Personal Recruiting die Aufmerksamkeit junger Talente auf sich zu lenken. Wie können Arbeitgeber den War for Talents zwischen Bibi, Lisa und Lena für sich gewinnen und sich auf dem digitalen Markt präsentieren?

Generation Y – Die Wende im Personal Recruiting

Vorbei die Zeiten, als Stellenangebote in Printmedien das Interesse von Akademikern weckten, ein attraktives Gehalt und Karrierechancen genügten, um eine Fülle an Bewerbern anzulocken. Digital Natives heißt die neue Zielgruppe, die nach 1981 geboren ist und die Personalbeschaffung neu definiert. Personal Recruiting steht vor der Herausforderung, Social-Media-affines, informiertes und herausragend ausgebildetes Personal zu rekrutieren.

Anders als ihre Vorgänger haben die neuen Berufseinsteiger Ansprüche, die über einen gesicherten Arbeitsplatz hinaus gehen: Sinn im eigenen Tun, Selbstverwirklichung, Work-Life-Balance oder Gesundheitsangebote stehen bei den Wunschvorstellungen hoch im Kurs. Die Digital Natives sind sich der Folgen des demografischen Wandels und dem Mangel an Fachkräften bewusst – Sie kennen ihren Wert und besitzen ein hohes Maß an Selbstbewusstsein. Im Personal Recruiting ist deshalb Rücksicht auf die neuen Vorstellungen der potentiellen Arbeitnehmer ein unabdingbares Muss, um gegenüber der Konkurrenz nicht das Nachsehen zu haben: Weg mit strengen Hierarchien, Kontrollen und Regeln, her mit Flexibilität, Entfaltungsmöglichkeiten und Feel-Good-Management.

Generation Y und X im Vergleich

Employer Branding – Image als attraktiver Arbeitgeber

Wie sich Firmen der Generation Y präsentieren und als potentielle Arbeitgeber punkten, ist abhängig vom Image. Wer den digitalen Wandel verschläft, hat im Personal Recruiting das Nachsehen. Soziale Plattformen sind ideal, um sich den Usern als attraktiver Arbeitgeber vorzustellen. Employer Branding lautet das Zauberwort, das hierzulande erst Mitte der 1990`er Jahren das erste Mal als Bildung von starken Arbeitgebermarken erwähnt wurde. Heute unabdingbar, um im Personal Recruiting wahrgenommen zu werden. Im Wettbewerb um junge Talente ist ein Unternehmen gezwungen, sich vorteilhaft darzustellen. Berufseinsteiger können sich mit einer Marke erst dann identifizieren, wenn sie ihnen bekannt ist und den Wünschen an einen Job gerecht wird. Ziel der Unternehmen ist es, die Bewerberzahlen zu erhöhen. Neben dem Personal Recruiting stärkt das Employer Branding die Unternehmenskultur und schafft auf diese Weise die Erwartungen an das Unternehmen langfristig zu erfüllen. Sympathische Arbeitgebermarken setzen auf attraktive Konditionen, wirtschaftlichen Erfolg, Familienservice, Förderung von Kreativität und Eigenverantwortung, flexible Arbeitsgestaltung, Gesundheitsvorsorge oder Company Events.

Social Recruiting – Plattformen für Präsenz

Social Media dient längst nicht mehr allein der privaten Vernetzung, immer mehr Unternehmen nutzen Internetplattformen für Werbung und Personal Recruiting. Auf den ersten Blick mag es seltsam erscheinen, zwischen YouTube Videos, Instagram Fotos und Facebook Postings Arbeitnehmer zu finden. Doch hier werden potentielle Kandidaten in ihrem privaten Umfeld angesprochen. Soziale Netzwerke wie Facebook, XING, LinkedIn oder Kununu bringen darüber hinaus enorme Vorteile für Unternehmen mit sich:

1. Der Kostenfaktor.

Im Vergleich zu traditioneller Personalbeschaffung überzeugt das Social Media Recruiting durch eine kostenlose Registrierung als Unternehmen und die Möglichkeit, kostengünstige Werbemaßnahmen zu schalten.

2. Die Reichweite.

Personal Recruiting beschränkt sich in sozialen Medien nicht nur auf aktive Jobsuchende, sondern Unternehmen animieren auch Arbeitnehmer mit einem attraktiven Employer Branding zum Jobwechsel.

3. Zielgerichtete Suche.

Social Media Plattformen bieten Unternehmen verschiedene Funktionen und Tools an, um die Personalbeschaffung zielgruppengerecht zu steuern.

4. Bekanntheit erhöhen.

Allein Facebook verbucht deutschlandweit 30 Millionen Mitglieder. Unternehmen erreichen eine hohe Anzahl von Usern und können ihr Employer Branding bilden oder stärken.

Fazit:

Digital Natives bestimmen den neuen Arbeitsmarkt und verlagern Personal Recruiting auf soziale Netzwerke. Unternehmen, die von Talente der gebildeten Generation Y profitieren wollen, müssen sich als attraktive Arbeitgeber präsentieren und Wünsche nach Eigenverantwortung, Work-Life-Balance und flexible Arbeitsgestaltung berücksichtigen. Ein Blick in die Zukunft lässt erahnen, dass Social Recruiting auf Plattformen wie XING oder Facebook traditionelle Personalbeschaffungsmaßnahmen verdrängen wird.

Bildquelle Beitragsbild: thomaspajot / 123RF Standard-Bild
Bildquelle Bild im Artikel: echiechi / 123RF Standard-Bild

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