Gehaltsgespräch – diese 6 Tipps musst du unbedingt beachten!

Der Blick auf dein Konto löst keine Jubelschreie aus und dein Gehalt ist seit Jahren nicht gestiegen, obwohl die Lebenshaltungskosten munter explodieren? Dann bist du nicht allein. Viele Arbeitnehmer wünschen sich mehr Lohn, aber scheuen die Verhandlung mit dem Chef. Leitsprüche wie „Über Geld spricht man nicht“ sorgen dafür, dass wir lieber stillschweigend auf ein Gehaltsgespräch verzichten. Doch du verdienst mehr! Nur wer mehr Geld fordert, wird am Ende gewinnen. Wenn du diese 6 Tipps beachtest, wirst du mit Erfolg aus der Gehaltsverhandlung gehen.

Gehaltsgespräch – mit Know-how zu mehr Geld

Am Gehaltsgespräch scheiden sich die Geister. Die einen warten darauf, dass der Vorgesetzte auf sie zukommst, die anderen sprechen den Chef zwischen Tür und Angel an, dass mehr Gehalt ganz schön wäre. Beides wird nicht dazu führen, dass mehr Bares im Geldbeutel steckt. Die wenigsten Chefs fragen ihre Angestellten, ob sie sich mehr Lohn wünschen. Meist lautet die Devise: Wer nicht fragt, geht leer aus! Ebenso unpassend sind Gehaltsverhandlungen auf der Weihnachtsfeier mit Argumenten wie „Meine Miete ist gestiegen.“ Daher sollten einige Tipps befolgt werden, um kompetent und selbstbewusst das eigene Gehalt zu verhandeln.

1. Der perfekte Zeitpunkt

Das Gehaltsgespräch sollte niemals ungeplant stattfinden. Kein „Chef, haben Sie mal fünf Minuten für mich?“ wird zur gewünschten Lohnerhöhung führen. Handele strategisch und vereinbare einen festen Termin. Was du bedenken solltest: Vorgesetzte sind auch nur Menschen und besitzen Emotionen. Gut gelaunt sitzt das Geld lockerer als an schlechten Tagen. Setze deinen Termin, wenn das Unternehmen gerade Gewinne einfährt oder neue Kunden akquiriert hat. Die Grundsituation für das Gehaltsgespräch ist in wirtschaftlich guten Zeiten deutlich besser, als wenn die Firma gerade finanzielle Engpässe überwinden muss.

2. Argumente sammeln

Hier zählen keine privaten Belange, sie wirken unsachlich. Ein Unternehmen ist nicht daran interessiert, ob die Frau schwanger ist oder ein zweites Auto benötigt wird. Nur Argumente, welche die Firma betreffen, haben im Gehaltsgespräch Platz. Leg dir am besten eine professionelle Leistungsmappe an, in der du deine Erfahrung und innerbetriebliche Entwicklung belegen kannst. Fokussiere dich auf deine Vorkenntnisse, deine Ausbildung, erfolgreiche Projekte, Arbeitsstunden oder Weiterbildungen.

3. Branchenübliche Gehälter recherchieren

Bevor du dir eine fiktive Summe vorstellst, solltest du herausfinden, welches Gehalt für deine Arbeit und Position realistisch ist. Im Gespräch mit Kollegen kannst du erfahren, welcher Lohn üblicher Weise gezahlt wird. Sehr empfehlenswert sind Datenbanken, mit deren Hilfe du dein Gehalt vergleichen kannst. Dabei spielen Kriterien wie die Unternehmensgröße, der Standort, deine Berufserfahrung und Ausbildung eine entscheidende Rolle.
Du solltest eine möglichst präzise Vorstellung über dein Jahresgehalt im Kopf haben. Ratsam sind krumme Summen, denn sie suggerieren, dass du deinen Marktwert exakt kennst. Lege für dich eine Mindestsumme fest, die du im Gehaltsgespräch nicht unterschreiten willst. In der Verhandlung setzt du immer etwas höher als das gewünschte Gehalt an, damit du Spielraum zum Handeln hast.

4. Selbstbewusstes Auftreten

Viele Angestellte überkommt ein mulmiges Gefühl, wenn sie an ein Gehaltsgespräch denken. Sie sind verunsichert und spielen im Kopf Szenarien durch, dass ihr Gehaltswunsch abgeschmettert wird und sie danach in Ungnade verfallen. Diese Unsicherheit bemerkt der Chef recht schnell und wird sie nutzen. Daher solltest du deine Argumentation und einen möglichen Gesprächsverlauf zu Hause üben. Das stärkt dein Selbstbewusstsein und fördert ein souveränes Auftreten.

5. Gutes Benehmen siegt

Egal, wie das Gehaltsgespräch verläuft: Bewahre immer die Contenance. Eine aufgeschlossene Körperhaltung und freundliche Mimik geben dem Chef ein Gefühl von Sympathie und Vertrauen. Bleib immer sachlich und erwähne deine Argumente gern mehrmals, wenn sie überhört werden. Solltest du auf gänzlich taube Ohren stoßen, musst du unbedingt sachlich bleiben. Kein „Dann kündige ich!“ das in Wut ausgesprochen wurde, nützt dir etwas. Vertage im Zweifelsfall das Gespräch und bitte um einen neuen Termin.

6. Flexibel sein

Bei einem Gehaltsgespräch muss es nicht zwangsläufig und Geld gehen. Dein Vorgesetzter könnte dir auch sachliche Gegenleistungen anbieten, die eine profitable Alternative darstellen können. Hierzu zählen eine Monatskarte der öffentlichen Verkehrsmittel, ein Firmenwagen, den du privat nutzen darfst oder Kindergartenzuschüsse. Am besten gehst du im Vorhinein schon eventuelle Möglichkeiten durch und rechnest dir den Wert der Zusatzleistungen aus.

Fazit

Wer sich mehr Lohn wünscht, muss selbst die Initiative ergreifen und um ein Gehaltsgespräch bitten. Kein Chef verschenkt gern Geld, daher ist eine gute Vorbereitung das A und O. Wichtig bei der Planung sind ein strategisch guter Zeitpunkt, eine Argumentationsliste mit deinen Leistungen und eine konkrete, realistische Gehaltsvorstellung. Um erfolgreich mehr Lohn zu fordern, solltest du im Gesprächsverlauf selbstsicher, höflich und flexibel sein.

Bildquelle: wavebreakmediamicro / 123RF Standard-Bild

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